Maklerprovision von der Steuer absetzen.

von Thomas Hein

Schön, wenn man dann über die Steuer einen Teil der Provision wieder einholen kann. Dies geht allerdings nur in wenigen Fällen. Dabei gilt es zwischen vier Fallstricken zu unterscheiden.

1. Berufsbedingter Umzug ins Eigenheim

Beauftragen Sie einen Makler für die Suche nach einer Kaufimmobilie, können Sie trotz berufsbedingtem Umzug die Maklerprovision nicht in Ihrer Steuererklärung eintragen. Findet ein berufsbedingter Umzug ins Eigenheim statt, dann können Sie also keine Maklerprovision absetzen. Die Erklärung für diesen Fall von Maklerprovision und Steuer: Da Sie die Immobilie kaufen, gehört die Maklercourtage zu den sogenannten Anschaffungsnebenkosten – und die sind nicht absetzbar.

2. Berufsbedingter Umzug in eine Mietwohnung

Ziehen Sie aus beruflichen Gründen in eine Mietwohnung, können Sie die Kosten für den Makler als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Durch das Bestellerprinzip bei Mietwohnungen werden allerdings in den meisten Fällen keine Maklerkosten anfallen, da meist der Vermieter der Auftraggeber sein wird und diese Kosten zu tragen hat. 

Ein berufsbedingter Umzug liegt beispielsweise dann vor, wenn Ihr Chef Sie an einen neuen Dienstort versetzt oder Sie einen neuen Job in einer anderen Stadt annehmen. Auch wenn Sie als Berufspendler durch den Umzug mindestens eine Stunde Fahrtzeit einsparen, gilt das als Umzug aus Job-Gründen. In einem solchen Fall können Sie neben der Maklerprovision (wenn Sie denn anfällt) noch viele weitere Kosten absetzen. 

3. Maklerprovision und Steuer beim privaten Umzug

Wer aus privaten Gründen umzieht (ausdrücklich nicht berufsbedingt), kann die Maklerprovision steuerlich nicht absetzen. Unabhängig ob Eigenheim oder Mietobjekt: Die Kosten für den Makler gelten bei einem privaten Umzug stets als Privatangelegenheit.

4. Maklerprovision und Steuer bei Vermietung

Sie möchten eine Immobilie kaufen, um sie zu vermieten? Dann gelten wiederum andere Regeln. Wer einen Makler für die Vermittlung eines Mietobjektes beauftragt, der kann als Vermieter die Maklercourtage steuerlich geltend machen. Allerdings nicht als Werbungskosten. Die Maklerprovision zählt in diesem Fall zu den Anschaffungsnebenkosten. Diese werden auf den Kaufpreis aufgerechnet und dann linear abgeschrieben.

Quellen: 

https://www.vlh.de 

https://www.hausgold.de

 

nach oben